Fördermittelbescheid für die Neugestaltung des Schulhofs der Pestalozzi-Grundschule übergeben
Ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung der Pestalozzi-Grundschule wurde am 2. Juni vollzogen. Landrat Ralf Hänsel übergab Bürgermeister Christian Bartusch den Fördermittelbescheid für die umfassende Neugestaltung des Schulhofes. Die Förderung erfolgt im Rahmen des LEADER-Programms, das gezielt Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raumes unterstützt. An der Übergabe nahmen neben der Schul- und Hortleitung auch eine Schulklasse der Pestalozzi-Grundschule sowie Vertreter des Regionalmanagements des Klosterbezirks Altzella teil.
Sowohl Landrat Ralf Hänsel als auch Bürgermeister Christian Bartusch hoben bei diesem Anlass die große Bedeutung der LEADER-Förderung für die Entwicklung der ländlichen Regionen hervor. Gerade viele Vorhaben, die unmittelbar der Lebensqualität vor Ort dienen, könnten ohne diese Fördermöglichkeiten nur schwer oder deutlich später umgesetzt werden. Ebenso wurde die wichtige Rolle der regionalen Organisation durch den Klosterbezirk Altzella betont, der die Fördermittelvergabe begleitet und die Kommunen bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützt.
Die geplante Maßnahme besitzt für die Stadt Nossen eine besondere Bedeutung. Die Pestalozzi-Grundschule ist als dreizügige Einrichtung einer der größten Grundschulstandorte der Region. Entsprechend intensiv wird der Schulhof täglich genutzt. Hinzu kommt die Betreuung durch den Hort, für den die Außenanlagen einen wichtigen Bestandteil des pädagogischen Angebots darstellen. Insbesondere in den Nachmittagsstunden verbringen viele Kinder einen erheblichen Teil ihrer Zeit im Freien.
Gerade hier zeigen sich jedoch zunehmend die Auswirkungen des Klimawandels. Große versiegelte Flächen führen in den Sommermonaten zu einer starken Aufheizung des Schulgeländes. Schattenbereiche sind bislang nur eingeschränkt vorhanden, sodass die Nutzung einzelner Bereiche an heißen Tagen deutlich erschwert wird. Die Neugestaltung soll deshalb nicht nur die Aufenthaltsqualität verbessern, sondern auch langfristig für ein klimaangepasstes und zukunftsfähiges Umfeld sorgen.
Die geplanten Maßnahmen gehen dabei weit über eine klassische Schulhofsanierung hinaus. Ziel ist es, einen modernen, klimaresilienten und vielseitig nutzbaren Außenbereich zu schaffen, der den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler ebenso gerecht wird wie den Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung des Mikroklimas auf dem Schulgelände. Große versiegelte Flächen sollen zurückgebaut und durch zusätzliche Grünbereiche ersetzt werden. Begrünte Pergolen und Fassaden werden künftig Schatten spenden und an heißen Sommertagen für angenehmere Aufenthaltsbedingungen sorgen. Heimische Sträucher, Obstpflanzen und naturnah gestaltete Bereiche schaffen zugleich neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere und fördern die biologische Vielfalt auf dem Schulgelände.
Auch die Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten werden deutlich erweitert. Der zentrale Spielbereich erhält moderne Außenspielgeräte und eine größere zusammenhängende Fallschutzfläche. Barrierearme Zugänge sorgen dafür, dass die Angebote von möglichst allen Kindern genutzt werden können. Ergänzt wird das Konzept durch eine neue Rollerstrecke, die zusätzliche Bewegungsanreize schafft. Dabei wird auch auf Nachhaltigkeit geachtet: Vorhandene Materialien wie Holzstämme oder Fallschutzkies sollen soweit möglich in die Neugestaltung integriert und weiterverwendet werden.
Ein weiterer Baustein des Projekts betrifft die Horträume im Schulgebäude. Da sich die nach Süden ausgerichteten Räume insbesondere in den Sommermonaten stark aufheizen, sind Maßnahmen zur Verschattung vorgesehen. Durch den Einbau von Außenjalousien soll das Raumklima spürbar verbessert und die Aufenthaltsqualität für die Kinder erhöht werden.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv an den Planungen beteiligt wurden. In Zeichnungen und Collagen konnten sie ihre Vorstellungen und Wünsche für den zukünftigen Schulhof einbringen. Die Ideen reichten von neuen Spielmöglichkeiten über attraktive Aufenthaltsbereiche bis hin zu schattigen Rückzugsorten. Viele dieser Anregungen fanden Eingang in die weitere Planung und tragen dazu bei, dass ein Schulhof entsteht, der sich an den Bedürfnissen seiner Nutzerinnen und Nutzer orientiert.

